- Fahrzeugkomplett und -teilumbauten

- Fahreignungsbegutachtung

- Reale Kräftemessungen

- Fahrschule

Unsere Erfahrung:

Behindertenumbauten

  für Fahrzeuge aller Art

Anpassungen an jede Behinderung

über 45 Jahre Erfahrung

BTW - für Fahrdienstleister

innovatives Denken
durchdachte Lösungen
individuelle Anpassungen
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Die Ergebnisse der Studie mit dem Thema "Fahrausbildung für Behinderte. Konzepte und Materialien für eine behindertengerechte Fahrschule und Behinderte im Verordnungsrecht" wurden im Rahmen der Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen in der Reihe "Mensch und Sicherheit" (Heft M 167)unter dem Titel "Fahrausbildung für Behinderte" im Februar 2005 veröffentlicht.

Um Ihnen einen Einblick in die Thematik und die Resultate zu geben, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte aus den einzelnen Teilabschnitten herausgegriffen.

►Aufarbeitung der Literatur
Die Aufarbeitung der relevanten Fachliteratur macht deutlich, dass die Fahrausbildung selbst oder die Frage nach Qualitätskriterien einer Fahrschule und einer Fahrausbildung für Mobilitätseingeschränkte bislang nur selten in den Fokus genommen wird. Soziale Aspekte einer gewonnenen oder wieder gewonnenen Mobilität aufgrund der Fahrerlaubnis. Auswirkungen auf die gesellschaftliche Integration Mobilitätseingeschränkter bzw. Behinderter und dabei vor allem auf die Integration in den Arbeitsmarkt. Auswirkungen auf das Selbstbild und das Lebensgefühl der Betroffenen aber auch andere damit zusammenhängende Fragestellungen nach den Erwartungen an und den Erfahrungen in und nach der Ausbildung, sind bislang kaum Thema in der entsprechenden Fachliteratur.

Bezüglich der Feststellung der Fahreignung wurde festgestellt, dass bei Einschränkungsarten, bei denen das Gehirn beteiligt ist, medizinisch-psychologische Untersuchungen unabdingbar sind um die Fahrtauglichkeit festzustellen, wobei bei Behinderungen ohne Beteiligung des Gehirns /ZNS das Gutachten eines Facharztes mit verkehrsmedizinischer Zusatzqualifikation völlig ausreichend ist.

►Der Krankenfahrstuhl
Die Bestimmungen zum "Sonstigen Kraftfahrzeug Krankenfahrstuhl" sind aufgeführt in den §§ 18 Abs. 2 Ziffer 5 StVZO und dem § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 FeV. Die schon bisher bestandenen verkehrsrechtlichen Bedenken, können jedoch auch durch die Neufassung der entsprechenden gesetzlichen Grundlagen nicht behoben werden:

Eine Person die ein "So. Kfz Krankenfahrstuhl" führen möchte, benötigt lediglich den Nachweis einer (verkürzten) theoretischen Ausbildung und einer theoretischen Prüfung bei einer dafür anerkannten Überwachungsorganisation.Eine praktische Ausbildung ist nicht erforderlich und darüber hinaus auch gar nicht möglich, da die maximale Sitzplatzzahl von 2 auf 1 reduziert wurde; es steht also kein Sitz für einen Fahrlehrer zur Verfügung. Für den Fahrer eines "So. Kfz Krankenfahrstuhl" ist damit also kein Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde erforderlich. Es werden keine Fragen über die körperliche oder geistige Eignung gestellt. Bedenken gibt es auch, weil der motorisierte Krankenfahrstuhl ausschliesslich den nationalen Fahrzeug-Bauvorschriften der StVZO unterliegt und dabei sogar von den meisten Vorschrifen befreit ist oder diese nur eingeschränkt erfüllen muss.

►Die Fragebogenerhebung
Die Befragung ehemaliger Fahrschüler und Fahrschülerinnen hat gezeigt, dass ein breites Feld an unterschiedlichen Altersgruppen. Mobilitätseinschränkungen und Behinderungen, Erwerbssituationen und divergierenden Lebensverläufen erfasst werden konnte, welches die Allgemeingültigkeit und Repräsentativität der folgenden Aussagen untermauert:

Motivation für den Führerschein war vor allem das Mehr an Mobilität und Unabhängigkeit. Informationen zur Erlangung des Führerscheins bekamen die Personen hauptsächlich durch den Kontakt zu anderen Personen in ähnlicher Situation. Ein großes Defizit in der Informationspolitik wurde bei amtlichen Stellen und öffentlichen Institutionen bemerkt.

Die Suche nach einer geeigneten Fahrschule verlief unproblematisch, wobei Qualitätskriterien hauptsächlich an technische und fachliche Kompetenzen gestellt wurden.

Die Fahrausbildung verlief nach anfänglichen Schwierigkeiten wie zum Beispiel verschiedenes gleichzeitig zu tun, bei den verschiedenen Behinderungsarten unterschiedlich lang. Besonders viele Fahrstunden brauchten Menschen mit Einschränkungen unter Beteiligung des Gehirns / ZNS.

Die größten Schwierigkeiten stellten die Behördengänge und die Klärung der jeweiligen Zuständigkeiten dar. Die meisten Fahrzeuge und Umbauten wurden von den Betroffenen selbst finanziert.

Über die Nutzung des Fahrzeugs bei erhaltenem Führerschein konnte festgestellt werden, dass, je jünger die Befragten waren, sie um so mehr Kilometer jährlich zurücklegten. Bei 60% der Befragten waren noch keine Konflikte im Straßenverkehr aufgetreten und die meisten waren auch in noch keinen Unfall verwickelt worden.

►Die Expertenrunden
Betont wurde in der Fachdiskussion die Ausweitung und Präzisierung gesetzlicher Regelungen und die Notwendigkeit, einer stärkeren Vereinheitlichung und Qualitätssicherung im Begutachtungsverfahren.

Da bislang die Begriffe "Behindertenfahrschule", "Fahrschule für Mobilitätseingeschränkte", "Behindertenfahelehrer/-in" usw. bislang keine geschützten Begriffe darstellen und die Betitelung als "Fahrlehrer/-in für Mobilitätseingeschränkte" oder als "Behindertenfahrlehrer/-in" nicht an eine Spezial- oder Zusatzausbildung geknüpft sind, wurde für eine Vereinheitlichung und Zertifizierung dieser Bezeichnung plädiert.

Bezüglich der Informationspolitik wurde die Vernetzung aller beteiligter Akteure betont, z.B. durch bundesweite Fachtagungen und Weiterbildungsangebote sowie in der Stärkung informeller Kontakte.